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EGER. Stadt der europäischen Geschichte.

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EGER. Stadt der europäischen Geschichte. Ein Essay über die deutsch-tschechische Koexistenz

EGER. Stadt der europäischen Geschichte. Ein Essay über die deutsch-tschechische Koexistenz

Aus dem Klappentext:

Boldts Buch über die Freie Stadt Eger, die über Jahrhunderte hinweg eine Pfandschaft des Königreichs Böhmen war, ist keine typische historische Studie. Boldt versucht darin anhand der Geschicke der Stadt die tieferen Zusammenhänge der deutsch-tschechischen Koexistenz zu erfassen, hebt die spezifischen Züge der traditionellen Gesellschaft in der Mitte Europas hervor und setzt sich mit der Entwicklung in der Zeit des Nationalismus auseinander. Boldt lehnt dabei jedoch die von manchen Historikern vertretene These einer „Konfliktgemeinschaft“ in den böhmischen Ländern ab. Der Autor fordert eine neue Begrifflichkeit des historischen Diskurses, auch wenn er einige kontroverse Thesen wieder aufgreift, die einer weiteren Diskussion und Klärung bedürfen.

Den auf einen Dialog hin angelegte Essay ergänzt ein fundierter Kommentar des tschechischen Historikers Vratislav Vaníček, der Boldts Überzeugung teilt, dass die Vergangenheit weder durch einen direkten „roten Strich“, noch durch wissenschaftliche Monologe „gelöst“ werden könne.

Das vorliegende Buch wird von der Stiftung Europäisches Comenium im Zusammenhang mit dem 950. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung Egers (1061-2011) und zur Würdigung der grenzüberschreitenden Mittlertätigkeit Frank Boldts herausgegeben.

Inhaltsübersicht:

Einführung                  

I. Eger als kaiserlich-staufisches Dominium

I. Exkurs : Anmerkungen zum unsichtbaren semantischen Dissens der Sprachen   

II. Exkurs : Anmerkungen zur Konstruktion eines permanenten Dissenses zwischen dem „Heiligen Römischen Reich“ und dem Königreich Böhmen

II. Eger als Freie Reichsstadt

III. Exkurs: Über den Genius der Synthese und der Symbiose – Anmerkungen über einige spezifisch mitteleuropäischen Feinde dieses Genius

III. Die Tragödie des böhmischen Staates. Der langsame Untergang der böhmischen und der Egerer Staatlichkeit

IV. Exkurs: Anmerkungen zum real existierenden Europa und zum Aufstieg der Ideologien                      

V. Exkurs : Vom Staat als Garant der Ordnung zum Staat als Führer in die staatlich gelenkte Unordnung      

IV. Im Zeitalter des Nationalismus                

            VI. Exkurs: Was ist Provinzialität?                             

V. Die Gründung der Nationaldemokratie von 1918 und deren Geschichte bis 1938

VII. Exkurs : Der Erste Weltkrieg als der „Urknall“ der modernen europäischen Zivilisation

VI. Der Weg in das erste Ende der Tschechoslowakei – das Ende des bürgerlichen Europa 

VII. Vom Wahn in die Wirklichkeit der „Götterdämmerung“ oder Vom fast gelungenen Versuch, Europa den Garaus zu machen oder Vom Untergang einer fast tausend Jahre alten Stadt während zweier aufeinander folgender Regimes des Staatsterrors 

VIII. Exkurs : Über die Kunst und Tradition des Kompromisses, seinen Kampf mit dem Nationalismus und dessen bis heute andauernde Vorherrschaft in der tschechischen Politik

Buchseite © Paseka

Boldt, Frank: Eger – Stadt der europäischen Geschichte. Essay über die deutsch-tschechische Koexistenz. Mit einem Kommentar von Vratislav Vaníček. Übersetzung Maria Hammerich-Maier. Praha: Paseka 2010 ISBN 978-80-7432-076-7 / Pressath: Eckhard Bodner 2010, ISBN: 978-3-939247-08-1

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